Überblick über die Barockzeit

Das (der) Barock ist der in Europa vorherrschende Kunststil von etwa 1600 bis 1750 [...] (Wikipedia)


Geschichtlicher Rahmen

- Dreißigjähriger Krieg (1618-1648)

- Deutschland fand erst in dieser Epoche Anschluss an die kulturell bereits weiterentwickelten, europäischen Nachbarländer. Das große Vorbild war Frankreich mit seinem ausgefeiltem, prunkvollem Hofleben. Besonders die Städte, die katholische Kirche und der Adel bemühten sich um Prunk, u.a. um den schlimmen Zuständen der Zeit zu entfliehen und Status zu bewahren. Das Zeitalter war von einem Dualismus geprägt. Auf der einen Seite war Zerstörung auf der anderen spielte man ein schönes Leben. Es stand Leben gegen Tod. Das Herauspicken der schönen Dinge brauchte man als ein Ritus an den man sich halten konnte.

Literatur des Barocks

Ein barocker Dichter musste sich vor allem formal an Regeln halten. Stilistisch wurde eine sehr aufwendige Form erwartet. Alle Inhalte sollten ein möglichst anspruchsvolles Gewand haben.

Besonders Opitz trug mit seinem “Buch von der deutschen Poeterey” zur Entstehung einer deutschen Literatursprache bei, wie es sie bisher nicht gab. Die “feine Sprache” war bis dato Latein gewesen.

  • >>Er forderte eine strenge Beachtung des Versmaßes unter zwingender Berücksichtigung des natürlichen Wortakzents.
  • Er lehnte unreine Reime ab.
  • Er verbot Wortverkürzungen und Zusammenziehungen.
  • Auch Fremdwörter schloss er aus.
  • Den Knittelvers lehnte Opitz ab, er empfahl den Alexandriner.<< (Wikipedia)

Thematisch sollte die Literatur dieser Zeit unter anderem Mut machen und Halt geben (gerne gelesen wurden Heldensagen, Lebensgenuss und Lobgesagng auf irdische Pracht (Antikes “Carpe diem”-Prinzip, nach Fleicheslust ausgelegt)) und dem Publikum – natürlich meistens Adlige – das Gefühl geben gebildet zu sein. Die Literatur enthielt im Kontrast dazu jedoch auch – unter strenger Einhaltung der formalen Regeln – Kritik. Viele Dichter wollten nämlich auf den nahen Tod, der aufgrund des Elends von Krieg und Armut neben dem übertrieben schönen Hofleben herrschte, und die Vergänglichkeit aufmerksam machen. Sie beklagten die irdische Scheinpracht.

In der Literatur spiegelt sich der Dualismus der Zeit wieder.

Religion

Das Zeitalter ist von Religionskriegen durchzogen. Somit bot auch der Glaube für die Menschen keinen Schutz mehr. Besonders heftig wurde die Auseinandersetzung zwischen Katholiken und Protestanten.

Baustil

Der barocke Baustil wird heute als sehr kitschig und verspielt angesehen. Prachtbauten sollten das Leben erträglich machen und den Stand des Erbauers verdeutlichen. Da sich selbiger oft keinen Prunk leisten konnte (denn die allgemeine Armut erreichte auch den Adel und zumindest dessen Verbindungswege), wurde auch mal Holz mit einem Marmormuster bemalt. Der aufwendige Baustil, wenn er nicht gerade aus bereits genannten Gründen der Verschönerung diente, war bei Kirchen ein Überzeugungsversuch der wohlhabenden katholischen Kirche, die sich mit ihren prachtvollen Gebäuden ihre Anhänger sichern wollte.

Musik

In der Musik entwickelten sich erstmal Taktordnungen wie sie bis heute gebraucht werden. Durch mehr Rhytmus wurde in diesem Bereich der Kunst eine stilistische, “prächtige” Form gefunden. Durch Läufe und großem Aufgebot an Instrumenten wirkt die Musik der Epoche sehr “verziert”.

1 Kommentar bisher

  1. Anette-Anja-Schuhmeyer on

    total doof..


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